Mittwoch, 17. Februar 2010

Adelaide


Nach dem anstrengenden Flug von zwei Stunden, ging es erstmal zum Chillen in den Park.

Sight seeing muasch - hier das Parlament

Wahrscheinlich wieder irgendein War Memorial - genaueres Hinschauen wird ueberbewertet.

Blablabla... jetzt konzentriert euch einfach mal nur auf die Bilder


Alter, die haben schwarze Schwaene. Und die behaupten unsere waeren verquer!



Weil es sonst in Adelaide nichts zu tun gibt, sind wir halt mal wieder an den Strand.

Da will man nur mal einen Tag seine Ruhe haben, gemuetlich ein Buch lesen oder einfach nur am Strand schlafen, legt sich irgendso ein Typ mit rosa lackierten Fussnaegeln, direkt neben uns und hoert einfach nicht auf zu Labern. Nachdem wir uns dann seine ganze Lebensgeschichte angehoert und einen Sonnenbrand zugezogen hatten, sind wir auf ein Eis ins Wendys gefluechtet.

Auf euch!


Warum haben die am anderen Ende der Welt so 'ne riesen Auswahl an Lindt-Schokolade und wir als Nachbarn nicht?!

Samstag, 13. Februar 2010

Tasmanien


Hafen, Stadt und Museen waren schnell gesehen. So ist man immer wieder bei zahlreichen Leckereien und Kaffees haengen geblieben.

Eigentlich war an dem Tag der Ausflug zur Wineglass Bay geplant. Da man uns aber mal wieder falsch eingebucht hatte, sind wir beim Mount Field gelandet.

In Tasmanien wachsen uebrigens die zweitgroessten Baeume der Welt - die Groessten in Californien.

Durch den Wald - bei Arscheskaelte - ging es fuers Lunch zum See.
Bei Totenstille, warmen Sonnenstrahlen und herrlicher Aussicht haben wir unser einfaches Meal - belegte Brote - genossen.

Als naechstes sind wir quer durch den Urwald zu den Russel Falls gelatscht, die oft als Briefmarkenmotiv verwendet werden. Haetten wir nicht auch noch super draufgepasst?

Und dann waren wir - wer haetts gedacht? - mal wieder im Sanctuary.
Hier hatten wir endlich mal die Moeglichkeit ein Wombat anzufassen - das arme Viech hat mindestens 20 Mal eine auf den Hintern gekriegt, um zu beweisen, dass es einen Panzer unter dem Fell traegt.

Aussicht ueber ganz Hobart und die Kuestenlandschaft vom Mount Wellington aus.

Man, hatten wir mal wieder Dusel. Eigentlich haetten wir 5 Stunden hoch - und runterwandern muessen, haetten die das mit der Tour nicht versaut.
So wars mit dabei und wir konnten uns gemuetlich hochkutschieren lassen. ;)

Endlich durften wir dann doch noch zur Wineglass Bay.
Hier schonmal ein Vorgeschmack von der tollen Landschaft.

Auch wenn der Walk ueber den Berg zum Lookout point total anstrengend war...

...hat es sich fuer die Aussicht total gelohnt!

Die Honeymoon Bay war total einladend, schade, dass wir unseren Bikini nicht dabei hatten.
Wer kann schon wissen, dass es auf Tasmanien auch warme Orte gibt?


An der Sleepy Bay gings dann in die von unserem Guide entdeckte Hoehle...

...Und zum Glueck am Stueck auch wieder raus!

Jetzt schweigen wir mal - geniesst die Aussicht!
Scheisse, wenn mans nur auf Bildern sieht, ha? xD

Whitsundays ahoi!

Als ob wirs einen Tag ohne Schleck aushalten wuerden! ;D


Port Arthur:

Alter, wo sind wir denn hier gelandet?!

Erstens war der Caravan-Park am Arsch der Welt
Zweitens roch es auf dem Weg zu unserem Bunkhouse nach irgendwas oder irgendwem Verwestem
Drittens lagen auf dem Haenger, mit dem wir zu unserem Bunkhouse chauffiert wurden, noch nicht vollstaendig entfleischte Knochen - das Fleisch war noch roh!!

Viertens der Strand war auch nicht gerade luxurioes


Fuenftens DAS ist Port Arthur!! Mehr nicht!
Deswegen hat die an der Rezeption so gelacht, als wir nach einer Strassenkarte fragten.
Und fuer das mussten wir fast eine Stunde laufen - von wegen Taxi- und Busverbindung und so...


Noch eine weitere halbe Stunde zu Fuss entfernt kam dann der historische Teil von Port Arthur.
Frueher wurden die Straeflinge aus England hier her gebracht, sogar Kinder wurden verurteilt - und einige Psychos gabs hier auch.
Wenn das mal nicht perfekt fuer eine Geistertour am spaeten Abend ist!
Bis die Tour angefangen hat, war es schon dunkel und das Feeling war auch da aber die Geister leider nicht - fuer uns zumindest nicht. Die Frau des Paerchens, das uns zurueck zum Caravan Park mitgenommen hat, erzaehlte uns, sie haette waehrend der Fuehrung zwei Haende auf ihren Schultern gespuert und hatte wohl in ihrem eigenen Haus auch schon einen Poltergeist.
Perfekte Voraussetzung fuer zwei Maedchen alleine in einem Bunkhouse am Arsch der Welt schlafen zu muessen. Ganz ueberzeugt wurden wir von den Stories trotzdem nicht.
Aber zum Glueck gilt das Postgebaeude als das 'most haunted house of Australia'. Somit duerfen wir uns bald auf eine Dokumentation freuen.

Am naechsten Tag gings dann wieder ins spannende Hobart.

Donnerstag, 4. Februar 2010

WWOOFen die Letzte


Kaum waren wir von Philipp Island mitten in der Nacht zurueck, durften wir auch gleich wieder raus aus den Federn um den Flieger nach Launceston zu kriegen.
Nach dem ersten Anblick hatten wir uns schon auf ein gemuetliches Zuhause mit Familie gefreut...


...als wir dann aber unsere Unterkunft gesehen haben, wurde es uns wieder gleich ganz anders zumute.


Unser Luxusappartement mit 5 Betten und Estrichboden stand im Garten zwischen Petersilie und Zucchinis, Klo und Badezimmer gabs natuerlich nicht

Also mussten wir jede Nacht im Dunkeln mit Taschenlampe durch den Garten schleichen und hoffen, dass uns das unbekannte Wesen, welches uns Nachts mit Kratz- und Poltergeraeuschen belaestigt hat, nicht angreift.

Leider konnte man sich auch im Haus nicht wirklich heimelich fuehlen, da das ganze Haus ein einziger Saustall war. Nicht nur, dass Essensreste in Kueche und auch sonst ueberall rumlagen...

Auf dem Waschbecken im Badezimmer lagen sage und schreibe 5 Tage die Fingernaegel von irgendeiner Schlappsau herum.
Das Spuelen wurde da natuerlich freiwillig uebernommen - man will ja wissen, woraus man isst.
Auszug aus einem unserer taeglichen Gespraeche waehrend des Spuelens:
M: "Ich kotz gleich uebers Waschbecken!"
K: "Ach Maren, das ist wie Actimel, das gibt Abwehrkraefte."
M: "Ganz ehrlich, ich wuerd lieber jeden Tag nen Essloeffel voll Dreck fressen, als von dem Geschirr essen zu muessen!"

Hier wurde wie immer geweedet, geweedet, gemulcht, geweedet, gemulcht...
Seit dem Extremweeding von 4 Stunden, spuert Kim 2 ihrer Zehen nicht mehr! xD

Einen Tag durften wir sogar hinter die Kulissen gucken und erfahren, wie man das ganz grosse Geld macht...


Zwischendurch ging es dann mal zum Platypushouse; so sieht also ein Schnabeltier aus.
Zum Glueck haben wir noch keins in freier Wildbahn gesehen und angefasst, denn wir haben erst dort erfahren, dass die Maennchen giftig sind und sogar toedlich sein koennen.

Das ist ein Echidna, auch Schnabeligel genannt!

Nach der Arbeit hat uns David auch ab und zu zum Strand fuer einen 'quick swim' mitgenommen, den wir Dank der Kaelte leider immer wieder ablehnen mussten.



Schoen war es aber trotzdem, mal wieder was anderes zu sehen.

Leute, jetzt kommts, ihr haettet live dabei sein sollen! xD

Am zweiten Tag - ja richtig gehoert, am ZWEITEN Tag schon - ging der Stress los:

Waehrend wir um den See gelaufen sind, hat Nina (Davids 19-jaehrige!!! Tochter) versucht uns zu erklaeren, was ein ' peacock' ist. Nur weil wir nicht geschnallt haben, dass Nina mit ihrer Beschreibung von einem rot-gruenen Vogel mit langem Schwanz einen BLAUEN Pfau meint, ist die Alte total ausgerastet. Mit einem stinkigen "Well, that's normal! I'm used to that my words don't make sense" wandte sie uns den Ruecken zu, stampfte zum Auto, knallte die Tuere zu und heulte die ganze Fahrt ueber.
Zu unserer Verteidigung: Sie nuschelt wirklich und ist einfach mit sich selbst und der Welt total ueberfordert.
Danach haben wir dann erfahren, dass sie wohl an Depressionen leidet.

Hier Nina mit Marie
Zwischendurch sind noch zwei andere deutsche WWOOFer gekommen, Marie und Kathrin.
Als auch sie am ZWEITEN Tag die Ehre hatten, mit Nina einen Walk um den See zu machen, ist sie mal wieder ausgerastet. Dieses Mal, weil Marie wissen wollte, warum Nina bei solch einer Hitze einen dicken Pulli traegt.
Mit einem schlichten: "Because I don't like my body", war auch dieser Tag ruiniert und endete mal wieder mit Traenen bei der Heimfahrt.
Bestimmt ist der See an Ninas Stimmungsschwankungen schuld.

Das ist uebrigens ihr Zimmer. Hier ist leider nur ein Teil ihrer 14 Deoflaschen zu erkennen. Kein Wunder, wenn man sich bei der Hitze so kleidet und noch dazu nie duschen geht. =/

Ob ihrs glaubt oder nicht, dieser unschuldige Hund ist zu sowas faehig:

Fuer Alle, die es nicht mehr erkennen. Dieses kopflose Tier war mal ein Wallaby.

Nach all dem Stress, brauchten wir erstmal Urlaub - wenigstens fuer einen Tag.


Also ging es zum Cradle Mountain.





Trotz Arscheskaelte haben wir die Landschaft total genossen. Und die Ninafreie Zeit natuerlich auch.


Am letzten Abend wurde der Gang zu Klo und Bad etwas blockiert.
Todesmutig hat David die Huntsman mit einem Backblech genau vor die Haustuere gesetzt... Kaum war er zurueck im Bett, war die Spinne wieder da.

Zum Glueck haben Marie und Kathrin die Situation mit Nina etwas aufgelockert - zumindest fuer uns. =D

"That was beautiful tea daddy but I can't anymore." Mit diesem Satz und einem Kuesschen auf Daddy's Backe, hat uns Nina jeden Abend sitzen und ihren noch halbvollen Teller stehen lassen. Diesen hat dann ihr Vater schoen brav jeden Abend aufgegessen.
Man koennte ja meinen, sie hatte was Wichtiges zu tun, aber nein, es ging immer wieder zurueck vor die Glotze und den Computer. Als ob man tagsueber nicht schon lang genug daran gesessen haette.


Familienfoto... smiiiile!
Nein, das ist kein Schnappschuss - sie guckt immer so!